Wie viele Quadratmeter Fläche bietet ihnen die neue Location im Vergleich?
Nun haben wir insgesamt 33.200 qm gegenüber 21.000 qm in der alten Location.
Was gibt es Neues auf der Panorama Berlin neben der neuen Location?
Natürlich wird es mehr Aussteller bzw. Marken geben aber wir haben auch neue Formate/Segmente zum Beispiel NOW, einen neuen Bereich der Flashorder-Kollektionen präsentiert. Außerdem haben wir mit den Panorama Berlin LECTURES ein Forum für Vorträge und Diskussionen geschaffen, welches in jeder Saison mit dem TW TrendTalk am ersten Messetag beginnt und den Besuchern einen wirklichen Mehrwert bietet.
Glauben Sie wirklich, dass ihre Besucher Zeit und Muse haben, sich auch noch Vorträge anzuhören? Generell wirkt die Szene sehr gehetzt und unter Zeitdruck!
Das muss jeder für sich selber entscheiden, ob er sich die Zeit dafür nehmen will. Allerdings liefern die Vorträge ja auch einen Mehrwert – es geht um Analysen und Fakten, um Tendenzen, um Fragen die der Handel bzw. die Industrie haben.
Diese zu erörtern und darzustellen ist auf jeden Fall hilfreich und hochinformativ.
Online-Handel, Multichannel – ohne das Worldwide Web geht es nicht mehr, was denken Sie darüber?
Ob jeder Händler gleich einen eigenen Online-Shop benötigt oder auch noch Multichannel anbieten muss, wage ich zu bezweifeln. Ganz ohne Webauftritt geht es heute aber sicher nicht. Eine aussagekräftige Webseite, die eine eigene Identität schafft ist schon wichtig.
Neben der Bedrohung durch den Online-Handel, gelten die Vertikalen als die größte Bedrohung für den unabhängigen Facheinzelhandel. Wie sehen sie das.
Wenn es um den verbliebenen Einzelhandel geht, heißt es immer „emotionalisieren“.
Wo bitte geht es bei den Vertikalen um Emotionen, wo gibt es da kompetente Beratung? Es geht einzig und allein um den Preis und wir wissen alle, dass der allein durch Ausbeutung von Mensch und Natur zustande kommt. Die größte Bedrohung ist der Verlust unserer Werte.
Also glauben sie auch weiterhin an einer Zukunft für den unabhängigen Mode-Einzelhandel?
Selbstverständlich, sonst würde ich die Panorama Berlin nicht machen. Ich sage ja nicht, dass es einfach ist, ich war ja selber schon mal Modehändler aber ich glaube auch an Individualität und ein Bewusstsein für die verfeinerten Dinge im Leben – nicht an Uniformität. ‚Normcore’ ist für mich jedenfalls kein Trend.
Was glauben Sie ist denn der wichtigste Trend zu Zeit.
Ganz ehrlich glaube ich, dass das Thema Trend langsam durch Identität bzw. Stil ersetzt wird. Meiner Meinung nach geht es in Zukunft verstärkt um die DNA einer Marke, als um Trend. Aber dann ist eben die Marke der Trend. Außerdem denke ich, dass das Thema Nachhaltigkeit weiterhin relevant ist, weniger als modischer Trend sondern als Lebensform.
Gibt es was, auf das sie sich besonders freuen bei der kommenden Panorama Berlin?
Ja, ich freue mich auf unseren Aussenbereich, den Marktplatz mit seinem breitgefächerten kulinarischen Programm, das sich um das leibliche Wohl unserer Gäste kümmert. Hier ist die Stimmung immer relaxed und easy und ich kann mich entspannt mit Ausstellern, Händlern und Redakteuren austauschen. Des Weiteren freue ich mich auf den Launch unserer neuen Formate und Segmente mit denen wir versuchen Antworten auf die Herausforderungen unserer Zunft und Zeit zu geben.